Schloss Rosenborg

Royales Juwel in Kopenhagen

Schloss Rosenborg ist so etwas wie der Nabel und das kulturelle Gewissen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. König Christian IV. wählte sich dieses herrschaftliche Anwesen, das von einem Wassergraben umspült ist, zu seiner sommerlichen Residenz. Sein heutiges Aussehen bekam das Schloss im Jahr 1616 mit einem Nordflügel, einem zweiten Stockwerk und mit markanten Türmen. Das Schloss Rosenborg zählt zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten der dänischen Metropole. 

Kronjuwelen und königliche Insignien

Bis zum Jahr 1720 wurden die royalen Geschicke des Landes von Schloss Rosenborg aus geleitet, denn es war die Heimstatt der königlichen Familie. Dann stand das Schloss mit seinem stattlichen Krönungsthron im Rittersaal mehr als hundert Jahre leer. Seit 1838 wurde die gesamte Anlage zu einem historischen Museum umfunktioniert. Es gleicht dem Schloss Amalienborg fast wie ein Ei dem anderen. Heute werden die wichtigsten kulturellen Schätze Dänemarks in den festen Mauern von Schloss Rosenborg aufbewahrt. Unter anderem sind dies die königlichen Insignien und die Kronjuwelen.

Aufbewahrungsort royaler Schätze

Die sogenannten Rosenborger Wandteppiche sind die Prunkstücke des Museums. Sie fanden im Rittersaal des Schlosses im Jahr 1693 ihren Platz und stellen den Triumph König Christians V. im Krieg von Schonen dar. Nach dem Auszug der königlichen Familie wurde das Gebäude am Kongens Have als Aufbewahrungsort der royalen Schätze genutzt. Davon zeugen heute nicht nur die Wandteppiche sondern auch Waffen, Gemälde, kunstvolle Porzellan-Sammlungen und Möbelstücke. Wer sich für die Einrichtungen alter Schlösser interessiert, findet in den prunkvollen Sälen von Schloss Rosenborg viele wertvolle Exponate.

Eine verhängnisvolle Beziehung

Kenner der dänischen Historie werden im Schloss Rosenborg einige Porträts bewundern, die sich um Königin Caroline Mathilde und um den königlichen Leibarzt Johan Friedrich Stuensee ranken. Beide verband eine Beziehung, nachdem König Christian VII. unter einer Geisteskrankheit litt. Als dieser seine Ämter niederlegen musste, regierte Struensee zwei Jahre lang Dänemark, wurde schließlich verhaftet und 1772 hingerichtet. Caroline Mathilde hatte sich ins Exil nach Norddeutschland verabschiedet.

Der Marsch zum Schloss Amalienborg

Das malerische Schloss im Herzen Kopenhagens wird von einem Park umrahmt, der an sommerlichen Tagen von zahlreichen Einwohnern der Hauptstadt als ein schattiger Rückzugsort genutzt wird. Der Schlosspark ist der älteste in Kopenhagen. In unmittelbarer Nachbarschaft des altehrwürdigen Gebäudes wird die königlich-dänische Leibgarde untergebracht. Wenn die Regentin das Schloss Amalienborg aufsucht, brechen die Soldaten in ihren Kasernen am Schloss Rosenborg auf, um sich dort zur Mittagszeit zur traditionellen Wachablösung einzufinden. Der Marsch der Soldaten zum schwesterlichen Schloss ist eine der Touristen-Attraktionen Kopenhagens. Rosenborg ist im Sommer zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Im Winter schließt es um 16 Uhr.
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