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Streetfood & Markthallen in Kopenhagen

Von den Torvehallerne bis zum Hafenmarkt Reffen – wo du in Kopenhagen am besten und günstigsten Streetfood aus aller Welt isst, oft mit Blick aufs Wasser.

Streetfood & Markthallen in Kopenhagen
Inhalt

Streetfood ist in Kopenhagen die entspannte und vergleichsweise günstige Art, sich durch die internationale Küche der Stadt zu essen – meist an Gemeinschaftstischen, oft mit Blick aufs Wasser. Drei Adressen decken das Spektrum ab – die zentrale Feinkost-Markthalle Torvehallerne, der weitläufige Hafenmarkt Reffen auf Refshaleøen und der nächtliche Meatpacking District in Vesterbro. Dazu kommt mit dem dänischen Hotdog ein eigenes kleines Kapitel Straßenküche. Welche der Adressen ganzjährig geht und welche nur im Sommer, und wie du am besten hinkommst, klärt dieser Ratgeber. Wo du in Kopenhagen klassisch dänisch und im Restaurant isst, steht im Ratgeber Essen & Trinken in Kopenhagen.

Torvehallerne – die Feinkost-Markthalle an Nørreport

Die Torvehallerne an der Frederiksborggade 21 sind die zentrale Anlaufstelle für alle, die es qualitativ hochwertig und unkompliziert mögen. Die beiden gläsernen Hallen liegen direkt an der Metro- und S-Bahn-Station Nørreport, dem meistfrequentierten Verkehrsknoten der Stadt – praktischer geht eine Mittagspause kaum. Anders als die Sommermärkte sind die Torvehallerne ganzjährig geöffnet, regulär Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr; einzelne Stände und Cafés weichen davon ab.

Unter dem Dach drängen sich rund 60 Stände und Geschäfte (je nach Zählweise auch mehr) – von frischem Fisch, Käse und Produkten zum Mitnehmen bis zu fertigen Gerichten zum Sofort-Essen. Ein paar Stände, an denen man sich orientieren kann:

  • Coffee Collective – Spezialitätenkaffee von Dänemarks meistprämiertem Röster.
  • GRØD – Gourmet-Porridge, süß wie herzhaft, ein dänisches Frühstückskonzept.
  • Hallernes Smørrebrød – die belegten Brote als Klassiker der dänischen Küche.
  • Ma Poule – das bekannte Sandwich mit Entenconfit.
  • Hija de Sanchez – Tacos, vor denen sich oft die längste Schlange der Halle bildet.
  • Lêlè Street Kitchen – vietnamesische Bánh mì.
  • Gorm’s für Pizza, Sushi Lovers für Sushi und Summerbird für Schokolade.

Eine offizielle Ständeliste oder vorgegebene Route durch die Hallen gibt es nicht – am besten einmal durchschlendern und sich entscheiden. Feste Preise nennt die Markthalle nicht, sie variieren von Stand zu Stand. Plane bei gutem Wetter und am Wochenende etwas Geduld ein – die Picknicktische füllen sich schnell, und vor stark frequentierten Ständen wie Hija de Sanchez bilden sich Wartezeiten.

Reffen – der Hafenmarkt auf Refshaleøen

Im Sommer ist Reffen der weitaus größte Streetfood-Markt der Stadt – ein weitläufiges Gelände aus Schiffscontainern auf dem alten Werftgelände Refshaleøen, Refshalevej 167A, direkt am Hafen. Auf rund 12.000 m² verteilen sich in der Saison etwa 35 Foodstände, dazu 10 Bars, ein Coffee Spot, eine eigene Brauerei und kreative Werkstätten. Der Schwerpunkt liegt auf Streetfood aus aller Welt, vieles davon mit Nachhaltigkeitsanspruch. Beispiele aus dem wechselnden Angebot sind Tacos Pastor (mexikanisch), Indian Bites (Butter Chicken), Baobab (Erdnuss-Curry), der Nordic Hot Dog, The Goulash Kings und Thrilla in Manilla (philippinisch).

Wichtig für die Planung – Reffen ist ein Saisonmarkt. Die Saison 2026 startet am 13. März und läuft etwa bis Ende September; danach folgt von Oktober bis Dezember ein reduziertes Herbst- und Winterprogramm mit Culture Night, Halloween, Eislaufen und Weihnachten. In der Saison haben die Foodstände täglich von 11:30 bis 21:30 Uhr geöffnet, die Bars sonntags bis donnerstags von 11 bis 22 Uhr und freitags/samstags von 11 bis 1 Uhr; der Coffee Shop öffnet täglich ab 10:30 Uhr.

Der Eintritt ist immer kostenlos, auch zu Konzerten und Events – bezahlt wird nur Essen und Trinken. Plane das richtige Zahlungsmittel ein – die Stände akzeptieren ausschließlich Kartenzahlung, kein Bargeld. Zum Markt kommst du am einfachsten mit dem Bus 2A, der etwa alle 10 Minuten vom Hauptbahnhof nach Refshaleøen fährt; von der Haltestelle sind es nur wenige Gehminuten. Alternativ fahren die Hafenbusse 991 und 992 im 20-Minuten-Takt.

Refshaleøen drumherum – Sauna und Hafenbad

Reffen lässt sich gut mit dem Rest des Werftviertels verbinden, das sich zu einem der spannendsten Ausgeh-Areale Kopenhagens entwickelt hat. Direkt am Wasser liegt die Hafensauna La Banchina – ganzjährig, täglich ab 08:00 Uhr. Die öffentliche Fass-Sauna mit Blick aufs Wasser kostet 50 kr pro Person; wer es privat mag, bucht alternativ eine eigene Sauna für 1 Stunde 45 Minuten zu 800 kr für Gruppen bis 8 Personen, buchbar bis spätestens zwei Stunden vorher über die Website.

Etwas weiter, an der Refshalevej 195, liegt mit CopenHot „Little Siberia” ein zweites Sauna- und Winterbade-Angebot – feuerbeheizte Hot Tubs und Saunen mit Kaltbecken. Die Kombination aus deftigem Streetfood und einem Sprung ins kalte Hafenwasser ist auf Refshaleøen leicht zu haben. Weitere Ideen fürs Umland sammelt der Ratgeber Tagesausflüge ab Kopenhagen.

Meatpacking District – Streetfood und Nightlife in Vesterbro

Wer es abends lebendig mag, ist im Meatpacking District (Kødbyen) in Vesterbro richtig – nur wenige Gehminuten hinter dem Hauptbahnhof. Das ehemalige Schlachthofareal gliedert sich nach Gebäudefarbe in die weiße, graue und braune Kødby und vereint heute Restaurants, Bars und Clubs in den alten Hallen. Eine kleine Auswahl konkreter Adressen:

  • Kødbyens Fiskebar – Seafood in modernem Ambiente.
  • WarPigs – Texas-BBQ mit eigener Craft-Beer-Brauerei.
  • Mother – Sauerteig-Pizza.
  • Tommi’s Burger Joint – Burger ab 69 kr.
  • Bollyfood – indisch-pakistanische Küche.
  • Mesteren & Lærlingen und die Jolene Bar – Anlaufpunkte fürs Nachtleben.

Anders als bei den Märkten gibt es hier kein einheitliches Preisniveau und keine festen Öffnungszeiten – das variiert von Lokal zu Lokal, einzelne Sit-down-Restaurants nehmen Reservierungen an. Seine Stärke spielt das Viertel an warmen Sommerabenden aus, wenn sich bei langem, hellem Tageslicht junge Leute draußen auf dem Kopfsteinpflaster treffen. Das ist die beste Zeit für die Atmosphäre – und der eigentliche Grund, hierherzukommen.

Der dänische Hotdog – die ehrlichste Straßenküche

Kein Streetfood-Kapitel ohne den dänischen Hotdog (ristet pølse) – schnell, günstig und überall in der Stadt zu haben. Klassisch kommt er im Brot mit Senf, Ketchup, Remoulade sowie gehackten und gerösteten Zwiebeln und eingelegten Gurken. Charakteristisch und ein Unterschied zu Hotdogs anderer Länder sind die rot eingefärbten rødpølser und die typisch dänische Remoulade aus Mayonnaise, Gurken, Kapern und Kurkuma.

Gegessen wird traditionell am Straßenwagen (pølsevogn) an Bahnhöfen, Plätzen und Straßenecken. Es gibt aber auch feste Adressen mit eigenem Ruf – DØP serviert Bio-Hotdogs im Sauerteigbrot beim Rundetårn und am Amagertorv, John’s Hotdog Deli steht unter anderem an der Flæsketorvet 39 mitten im Meatpacking District. Preislich liegt ein klassischer Hotdog grob bei 34 bis 40 kr (DØP etwa ab 34 kr) – damit ist er eine der günstigsten warmen Mahlzeiten der Stadt.

Noch eine Adresse – die Foodstraße in Nørrebro

Abseits der großen Märkte lohnt in Nørrebro ein Bummel durch die Jægersborggade, die bekannte Food- und Gourmetstraße des Viertels. Statt eines datierten Marktes findest du hier eine Reihe unabhängiger Läden, Cafés und Kaffeeröster aneinander. Den Anfang machte 2008 das Coffee Collective, das hier seinen ersten Standort eröffnete und als Dänemarks meistprämierter Spezialitätenröster gilt. Wer ohnehin in Nørrebro unterwegs ist, kombiniert den Spaziergang gut mit einem Kaffee und einer Kleinigkeit aus den Läden der Straße.

Häufige Fragen

Wann hat Reffen geöffnet?+

Reffen ist ein Saisonmarkt. Die Saison 2026 beginnt am 13. März und läuft etwa bis Ende September, danach folgt von Oktober bis Dezember ein reduziertes Herbst- und Winterprogramm mit Culture Night, Halloween, Eislaufen und Weihnachten. In der Saison haben die Foodstände täglich von 11:30 bis 21:30 Uhr offen, die Bars sonntags bis donnerstags 11–22 Uhr und freitags/samstags 11–1 Uhr.

Kostet Reffen Eintritt?+

Nein. Der Eintritt zu Reffen ist immer kostenlos, auch zu Konzerten und Events. Bezahlt wird nur Essen und Trinken. Wichtig – die Stände nehmen ausschließlich Kartenzahlung an, Bargeld wird nicht akzeptiert.

Wie komme ich zu Reffen auf Refshaleøen?+

Am einfachsten mit dem Bus 2A, der etwa alle 10 Minuten vom Hauptbahnhof nach Refshaleøen fährt; von der Haltestelle sind es wenige Gehminuten. Alternativ verbinden die Hafenbusse 991 und 992 das Gelände im 20-Minuten-Takt mit der Stadt. Die Adresse ist Refshalevej 167A.

Sind die Torvehallerne ganzjährig geöffnet?+

Ja. Die Torvehallerne an der Station Nørreport sind ganzjährig geöffnet, regulär Montag bis Freitag 10–19 Uhr und am Wochenende 10–18 Uhr. Einzelne Foodstände und Cafés haben abweichende Zeiten, an Feiertagen gelten Sonderöffnungszeiten.