Kopenhagens Feinschmecker-Markt
Die Torvehallerne sind zwei lichtdurchflutete Glas-Markthallen am Israels Plads, direkt neben dem Bahnhof Nørreport. Eröffnet im September 2011, haben sie sich zum Treffpunkt für alle entwickelt, die gutes Essen lieben – Einheimische auf dem Weg zur Arbeit ebenso wie Reisende. Die Lage ist denkbar zentral: Vom Knotenpunkt Nørreport mit Metro, S-Bahn und Regionalzügen sind es nur wenige Gehminuten, und zur Einkaufsmeile Strøget oder zum Rundetårn läuft man bequem weiter.
Geschichte: vom Grønttorvet zu den Glashallen
Der Israels Plads hat eine lange Markttradition. Bis 1958 stand hier der städtische Obst- und Gemüsemarkt Grønttorvet, der dann nach Valby verlegt wurde. Die Idee, an dieser Stelle wieder überdachte Markthallen zu errichten, geht auf den Architekten Hans Peter Hagens (Arkitekturværkstedet) zurück, der sie ab 1997 vorschlug. Nach Verzögerungen und einer Insolvenz infolge der Finanzkrise übernahm das Immobilienunternehmen Jeudan das Projekt und führte es zur Eröffnung 2011. Entstanden sind zwei parallele Hallen aus Glas und Stahl, je rund 50 Meter lang und gut 24 Meter breit, mit einem offenen Gemüse- und Blumenmarkt dazwischen.
Über 60 Stände
In den beiden Hallen und auf dem Platz dazwischen reihen sich nach offiziellen Angaben mehr als 60 Stände – von frischem Fisch, Käse, Obst und Blumen bis zu unzähligen Imbissen. Eine kleine Auswahl, die den Charakter gut zeigt:
- The Coffee Collective – einer der bekanntesten Spezialitätenröster der Stadt.
- Hallernes Smørrebrød – klassische dänische Stullen, die Pflichtstation für Einsteiger.
- GRØD – Porridge in vielen Varianten, beliebt zum Frühstück und Lunch.
- Ma Poule – französisch, berühmt für das Confit-de-canard-Sandwich.
- Hija de Sanchez – mexikanische Tacos von einer früheren Noma-Köchin.
- Summerbird – dänische Schokolade und Pralinen für danach.
Ideal also, um sich quer durch die dänische Küche und internationales Streetfood zu probieren.
Besuch & Praktisches
Der Besuch ist unkompliziert: Eintritt frei, einfach hineingehen und umschauen. Bezahlt wird nur an den Ständen, die Preise stehen jeweils in dänischen Kronen (DKK); in Dänemark sind Kartenzahlung und MobilePay weit verbreitet. Plane für einen entspannten Streifzug mit einem kleinen Snack 45 bis 90 Minuten ein.
- Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–19 Uhr, Sa & So 10–18 Uhr; Kaffee und Bäckerei schon ab 7 Uhr.
- Beste Zeit: Am Vormittag ist es ruhiger; mittags zwischen etwa 12 und 14 Uhr wird es am vollsten, weil halb Kopenhagen zum Lunch kommt.
- Anreise: Bahnhof Nørreport (Metro M1/M2, S-Bahn, Regionalzüge) liegt direkt nebenan.
- Sonderzeiten: An Feiertagen meist 10–18 Uhr, einzelne Stände abweichend – im Zweifel vorab auf torvehallernekbh.dk schauen.
Gut kombinieren
Die Torvehallerne sind kein Pflichtprogramm für Architektur oder Geschichte, sondern der beste Ort der Stadt für eine hochwertige, unkomplizierte Mittagspause zwischen zwei Sehenswürdigkeiten. Sie liegen in der Inneren Stadt und lassen sich gut mit dem nahen Rundetårn oder einem Bummel über die Strøget verbinden. Wer tiefer in Kopenhagens Esskultur eintauchen will, findet Anregungen im Guide zu Streetfood und unter Essen & Trinken.