Sankt Petri Kirke

Die Sankt Petri Kirk ist seit über 400 Jahren die Heimat der deutschsprachigen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Kopenhagens. Zentral gegenüber dem Dom Vor Frue Kirke gelegen ist die Kirche prägend für die Stadt und aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Als älteste erhaltene Kirche in der Innenstadt gilt die Kirche als Anziehungspunkt für Gläubige und Touristen und gibt Einblicke in die Kirchen und Stadtgeschichte Kopenhagens.

Ein Blick auf die Geschichte der Sankt Petri Kirche

Als kleine Filialkirche der vor Frue Kirke spielte die Sankt Petri Kirche bereits im 11. Jahrhundert eine Rolle als Pfarrkirche des Dorfs Serridslev. Die Geschichte der deutschsprachigen Gemeinde Kopenhagens hingegen geht auf das 14. Jahrhundert zurück. An Gewicht gewinnt die deutsche Gemeinde der Stadt im 16. Jahrhundert unter König Christian II., denn unter ihm kam eine große Anzahl an Einwanderern ins Land. Zu dieser Zeit war die Sankt Petri Kirk eine von vier katholischen Stadtkirchen. Unter König Friedrich II. wurde schließlich die Kirche der deutschsprachigen Gemeinde bereitgestellt. Das heutige Gebäude setzt sich aus mehreren Gebäudeerweiterungen zusammen. So stammen Mittelschiff, Turm und Chor aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, während König Christian der IV. im 17. Jahrhundert das Süd- und Nordschiff errichten ließ. Zudem wurde eine neue Grabkapelle erbaut und Ende des 17. Jahrhunderts wurde durch Christian V. ein weiteres Nordschiff erbaut. Die Kirchengemeinde unterhielt auch die Petri Schule, die auf mehrere Standorte verteilt war. 1899 wurde das heutige Schulgebäude eingeweiht und ab 1935 wurden Knaben- und Mädchenschule zusammengelegt. Sowohl in den 1980er als auch in den Jahren 1994 bis 1999 wurde die Kirche aufwendig restauriert.

Sehenswertes in der Sankt Petri Kirche

Wer die Sankt Petri Kirke in Kopenhagen besucht, wird erstaunt über die vielen kleinen und großen Besonderheiten sein. So findet sich hinter der Kirche ein schöner grüner Garten, der ein Ort der Ruhe und Einkehr ist. Besonders schön ist auch der gepflegte Kräutergarten der Kirchengemeinde. Absolut beeindruckend besonders der dreiflügelige Anbau mit den Grabkapellen zählt zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt und wer möchte, kann hier auch an einer fachkundigen Führung teilnehmen und in die Geschichte der Kirche eintauchen. Mit dem Gemälde „Christus auf dem Ölberg“ von Hinrich Krock findet sich in der Sankt Petri Kirke auch ein wahrer Kunstschatz. Ebenso sehenswert ist das Gemälde „Christi Himmelfahrt“. Besonders beeindruckend ist jedoch das Altarbild der Kirche, „Auferstehung Jesu“ von J.L Lund. Das Altarbild wurde einst von der deutschen Schriftstellerin Friederike Brun, die Teil der Gemeinde war.

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